
Francesca Berardi
On peut vivre sans musique, sans joie, sans amour, sans philosophie et sans poésie. Mais pas si bien.
Vladimir Jankélévitch
Francesca Berardi wurde 1996 in Modena, Italien, geboren und begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspielen. Ihre erste Klavierlehrerin war Enza Iori. Parallel zu ihrer musikalischen Ausbildung absolvierte sie ein Bachelor- und Masterstudium der Philosophie an der Università degli Studi di Parma. Die Verbindung von Musik und Philosophie prägt bis heute ihr künstlerisches Schaffen als Pianistin, Kammermusikerin und Klavierpädagogin. Derzeit studiert sie Klavier bei Prof. Anna Buchberger an der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM).
Parallel zu ihrem künstlerischen Weg beschäftigt sich intensiv mit gesellschaftlichen Fragestellungen, insbesondere mit kollektiver Verantwortung und Kunst als Medium ethischer Reflexion. Ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte findet auch in ihrer musikalischen Arbeit Ausdruck, unter anderem im Rahmen der Konzertreihe „Make Freedom Ring“.
Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt auf interdisziplinären Projekten an der Schnittstelle von Musik, Literatur und gesellschaftlicher Reflexion.

Für ihr interdisziplinäres Konzertprojekt Un’ultima cosa wurde Francesca Berardi 2026 mit dem ersten Preis des Gender & Diversity Awards der HMTM ausgezeichnet. Darin verbindet sie Musik, Literatur und Kunst und setzt sich, inspiriert von dem gleichnamigen Buch der italienischen Journalistin Concita De Gregorio, mit Gewalt gegen Frauen, Ausgrenzung, Abhängigkeit und künstlerischer Selbstermächtigung auseinander.
Ein weiteres zentrales Projekt ist Korrespondenzen, das sich, inspiriert von der Philosophie Vladimir Jankélévitchs, mit Schuld, Vergebung und kollektiver Verantwortung beschäftigt. Mit diesem Projekt trat sie im Großen Konzertsaal der HMTM im Rahmen der Abendveranstaltung „Kunst – Erinnerung – Demokratie“ auf. Die musikalisch-literarische Performance entstand in Zusammenarbeit mit der Münchner Autorin Lena Gorelik und Studierenden der HMTM. Für Korrespondenzen wurde sie mit dem Xplore-Wettbewerbspreis 2025 ausgezeichnet.

Als Pianistin konzertierte sie unter anderem bei Amici della Musica di Modena, im Palazzo Pio in Carpi, im Großen Konzertsaal der HMTM, im Münchner Künstlerhaus, im Saal X der Isarphilharmonie sowie beim Mozartfest Würzburg. Darüber hinaus war sie als Pianistin an der Produktion von Viktor Ullmanns Oper Der Kaiser von Atlantis in der Reaktorhalle München beteiligt.
Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Olaf Laneri, Boris Petrushansky, Markus Bellheim und Christine Schornsheim. Im Bereich Kammermusik nahm sie außerdem an Meisterkursen mit dem Trio di Parma und Pierpaolo Maurizzi im Rahmen des Festival delle Nazioni teil.
Für ihre künstlerische und akademische Entwicklung erhielt sie verschiedene Stipendien und Förderungen: das Therese-Herbert-Stipendium 2025/2026, das Markus-Lothar-Stipendium 2026 sowie die Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre 2026/2027.

Würzburg
Mozartfest 2025
31. Mai 2025
Korrespondenzen
Francesca Berardi - Klavier
X-PLORE Wettbewerb
Reaktorhalle München
6. Juni 2025
Korrespondenzen
"Next Gen"
Guido Barbieri conduce "Next Gen": la pianista Francesca Berardi 31. Oktober 2025
München
Münchner Künstlerhaus
30. November 2025
Benefizkonzert "Make Freedom Ring"
https://www.medico.de/termin/2025-11-30/benefizkonzert-make-freedom-ring-798
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